Einleitung







Hinweis:

Nach gründlicher Recherche ist es mir nicht immer gelungen, den Rechte-Inhaber zu ermitteln.
Ich bitte Sie, mich vorab zu informieren, falls es diesbezüglich zu Problemen kommen sollte.
Die Internetseite dient ausschließlich zur Erweiterung des allgemeinen Wissens
über den Aufbau und die Nutzung von Nissenhütten / Behelfsunterkünften,
die nach dem 2. Weltkrieg in den amerikanischen und englischen Zonen Deutschlands
für die zahlreichen Ausgebomten und den Flüchtlingen errichtet wurden.
Dieses sollte nicht in Vergessenheit geraten.

Ich mußte einige Fotos vom Landesarchiv Berlin unkenntlich machen oder konnte sie nicht veröffentlichen,
da mir die finanziellen Mittel fehlen, die zur Veröffentlichung der Fotokopien erhoben werden.

Für die freundliche Unterstützung sowie der Veröffentlichung von Bildmaterial
möcht ich mich herzlich bedanken:


Landesarchiv Berlin
Eichborndamm 115 – 121
D - 13403 Berlin

Bildarchiv
(Sachthemen, Telegraf- und AWO-Archiv)
Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) der Friedrich-Ebert-Stiftung
D - 53170 Bonn

Bildarchiv
Stiftung Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
D - 10117 Berlin

Bildarchiv
der Eisenbahnstiftung
Meteorstr. 78
D - 42697 Solingen

bpk-Bildagentur
Märkisches Ufer 16-18
DE - 10119 Berlin

Fotothek
Stiftung Stadtmuseum Berlin
Poststraße 13
D - 10178 Berlin
www.stadtmuseum.de

Histomap Berlin
Landesarchiv Berlin
Eichborndamm 115 – 121
D - 13403 Berlin

Willy Kaemena
www.kaemena360.com
www.360cities.net/profile/willy-kaemena

Wolfgang Zindler
D - Berlin

Abteilung III - Geoinformation -
Geodateninfrastruktur
III D 32
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ( SenStadtUm )
Fehrbelliner Platz 1
D - 10707 Berlin

Deutsche Fotothek
Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
01054 Dresden
www.deutschefotothek.de

Vielen Dank
uwe_frenzel@web.de





Steve Sanford - Quonset Hut
www.stevesanfordartist.com
Nissenütten - Wellblechbaracken
Die Nissenhütte (engl. Nissen hut) ist eine Wellblechhütte,
die Peter Norman Nissen, kanadischen Ingenieur und Offizier im Jahre 1916 entwarf.
Eine einfache Stahlkonstruktion, ein halbrundes Dach mit ca. 40 m² Grundfläche, ca.11,5 Meter Länge und ca. 5 Meter Breite.
Hergestellt aus einer halbzylinderförmigen Haut aus gewelltem Stahl.
Der Unterbau ein Skelett aus Stahlrippen / Stahlbogengestell und Holzpfetten.
Die Nissenhütte diente im 1. Weltkrieg den Soldaten als einfache und schnell zu errichtene Unterkunft.
Peter Norman Nissen patentierte 1916 seine Nissenhütte.
1916 gingen die Nissenhütten in großer Stückzahl in Produktion.
Aufstellungszeit ca. vier Stunden von sechs Männern.
Die Nissenhütten hatten außen und von innen Wellblechpaneele.
und hatte nur den Luftraum zwischen den Panellen als thermische Speere.

Die Herstellung der Nissenhütten war nach dem 1. Weltkrieg gering,
erst ab den 2. Weltkrieg bekann wieder ihre Produktion.
Das britische Militär entwickelte ab 1939 zur Ergänzung der Nissen Hütte weiter Formen:
Die Irishütte und 1941 die Romney Hütte.
Sie waren für große Läden und Werkstätten oder als Flugzeughangars geplant.

Quonset Hut
Die Quonset Hut enstsprach einer Nissenhütte - Wellblechhütte.
Die Quonset Hut hatte aber ein Mauerwerk mit Innenwandplatten Masonite®.
Außen war eine gewellte Metallverkleidung, die Innenschicht war eine Papierisolierung.
Entwickelt wurde sie 1941 von der USA in Quonset Point im Bundesstaat Rhode Island.
Die Quonset Hut wurde über 150.000-mal gebaut und kam weltweit zum Einsatz.
Gebaut wurden sie von der George A. Fuller Company, Stran - Steel Company und dann von anderen Firmen in eigener Bauweise;
basiert auf den Entwurf der Nissenhütte, die für den 1. Weltkrieg von Major Peter Norman Nissen entwickelt wurde.





- B E R L I N -

800 Nissenhütten


wurden nach dem 2. Weltkrieg mit Hilfe der Britischen Militärregierung im britischen Sektor Berlins
in den Verwaltungsbezirken: Tiergarten, Spandau, Charlottenburg und Wilmersdorf errichtet.
Sie dienten zur Unterbringung von Flüchtlingen, Wohnungslosen und Ausgebombten.

Bruchbuden
„Bruchbuden sind Kellerwohnungen, Bunkerwohnungen, Baracken, Wohnungen in Behelfsheimen, Nissenhütten und sonstige behelfsmäßige Unterkünfte sowie Wohnraum,
dessen weitere Benutzung aus bauordnungsrechtlichen Gründen oder auf Anordnung der Wohnungsaufsicht untersagt ist.
Zu den Bruchbuden zählt ferner Wohnraum, der nach seiner Beschaffenheit den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse offensichtlich nicht genügt,
insbesondere wegen ungenügender Licht- und Luftzufuhr, wegen dauernder Feuchtigkeit oder wegen unhygienischer oder unzureichender sanitärer Einrichtungen“.
(Auszug: "Das Ostpreußenblatt" 11.09.1965)




Die Kosten für den Transport und Aufbau einer Baracke betrug zunächst etwa 5000 RM.
Die Baracken waren für 1 oder 2 Familien ausgelegt.
Eine Sanitärbaracke (Wasch- und Abortbaracke) kam etwa auf 10 Baracken.
Das 1. Bauprogramm war auf der Wullenweber Wiese im Bezirk Tiergarten.
Aus Mangel an Baumaterialen waren die Baracken nicht mit Fußbodenbrettern,
sondern mit einer Ziegelflachschicht auf Schotter ausgeführt.
Vorhandene Betonplatten wurden geteert und anschließend mit einer Ziegelschicht versehen.
So waren die Räume in den Baracken fußkalt.
Es wurden auch keine Innentüren eingebaut.
Die beiden Stirnflächen der Baracken wurden aus Holz gefertigt.
Die doppelwandige Wellblechhülle besaß zunächst auch keine Isolierung.



In der Frostzeit - Winter 1946 war die Temperatur in einer Baracke am Tage selten über 0 Grad. Ein sehr hoher Aufwand von Heizungsmaterial war erforderlich.
Die Sanitärbaracken (Wasch- und Abortbaracke) waren oft eingefroren und so wurden die Fäkalien ins Gelände gekippt oder vergraben.
Durch diese Situation gab es viele Erkältungen und Erkrankungen, vorallem bei den Kindern.
Dem Magistrat von Groß-Berlin waren die Zustände nach Besichtigungen bekannt. Die Nissenhütten waren in der kalten Jahreszeit unbrauchbar.
Verbesserte Konstruktion einer Wohnbaracke
Nissenhütte - neueren Typs

Die beiden Stirnwände sind ein 25 cm starkes Mauerwerk. Die Innenbleche fallen weg,
stattdessen werden in den Zwischenfeldern der Spannriegel 1,50 m vom Fußboden Holzleisten und dann Schalleisten eingebaut.
Auf diese Holzkonstruktion werden dann 2 1/2 cm starke Klimalithplatten befestigt.
1,50 m vom Fußboden wird auf beiden Seiten eine 12 cm starke Mauer errichtet als Sparmaßnahme an Holz und den Klimalithplatten.
Anstelle der Holzbalken an den Seiten, auf denen die Befestigungen für die T-Eisenbügel montiert wurden
wird nun ein Fundament beitseitig 2 Schichten über den Boden gemauert.
Hierbei werden die Steinschrauben mit eingelegt (gemauert), für die Besfestigung der Spannriegel mit Bügelschrauben
an denen dann die Außenbleche befestigt werden.
4 Fenster und die Eingangstür pro Nissenhütte werden komblett angeliefert.
Hierdurch erhöhen sich die Baukosten.
8. Oktober 1946

Paraphraser Ausschnitt:
Landesarchiv Berlin   C Rep.109 Nr.186


































































































































































































































































































































































































































Charlottenburg


Wandalenallee





Zunächst waren in der Wandallenallee 80 Nissenhütten mit Gartenland geplant.
Im 1. Bauabschnitt wurden 31 Baracken und im 2. Bauabschnitt 21 Baracken errichtet,
bei denen nun auch die Stirn- Außenwand nicht mehr aus Holz, sondern eine 25 cm Steinmauer war.
Insgesamt mit den Sanitätsanlagen waren es 56 Baracken.


Passenheimer Straße (Nähe Olympiastadion)


66 Nissenhütten mit kleinen angelegten Gärten. Die Miete betrug 31.- DM (1954)




" ...ein Befehl der Britischen Militärregierung vom 13.9.46
- HQ Mil. Gov. Brit.Tps.Berlin 831 HQ CCG HAOR -
vorliegt, der vorsieht, daß bis zum 1.11.47
               461 Wohnungen mit je 6 Zimmern und
               811 Wohnungen mit je 4 Zimmern
insges.1 272 Wohnungen mit ingesamt 6 010 Zimmern
der Britischen Militärregierung zur Verfügung zu stellen sind.

Ein neuerer Befehl vom 2.10.46
- MGBTB/0344/"/BI -
besagt, daß bis zum 31.10.46
im Bezirk Charlottenburg 90 Wohnungen,
               Spandau          90           "
               Tiergarten        60           "            und
               Wilmersdorf      60           "
freizumachen sind.
In dem Befehl wird ausdrücklich erklärt, daß Ersatzwohnungen zu stellen ist.
Zum Ausgleich liefern die Engländer die oben angeführten 800 Nissenhütten."

Magistrat der Stadt Berlin
Abt.f.Bau- und Wohnungswesen
Bau Wohn St/Lü
24.Oktober 1946

Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   C Rep.109 Nr.186



Südhafengelände, 40 Nissenhütten,
Ausschnitt: Landesarchiv Berlin C Rep.109 Nr.186
...kaum Angaben und bildliche Darstellungen über die Planung und Aufstellung von Nissenhütten.


Holtzdamm, 36 Hütten,
"Betrifft: Nissen - huts." vom 26.9.1946 (Stadt Berlin Beziksamt Charlottenburg Abt.f.Bau-und Wohnungswesen Amt für Hochbau Hoch/2/Pr.) - Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   C Rep.109 Nr.186
Nonnendamm, 11 Hütten,
"Betrifft: Nissen - huts." vom 26.9.1946 (Stadt Berlin Beziksamt Charlottenburg Abt.f.Bau-und Wohnungswesen Amt für Hochbau Hoch/2/Pr.) - Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   C Rep.109 Nr.186
...kaum Angaben und bildliche Darstellungen über die Planung und Aufstellung von Nissenhütten.
Leibnitzstraße, 30 Nissen huts
"Betrifft: Nissen - huts." vom 26.9.1946 (Stadt Berlin Beziksamt Charlottenburg Abt.f.Bau-und Wohnungswesen Amt für Hochbau Hoch/2/Pr.) - Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   C Rep.109
Sybelstraße 2 - 4 (Fürstin-Bismark Schulhof), 6 Hütten ohne Isolierung,
"Bericht vom 14.12.1946 über bisher aufgestellte und bewohnte Nissenhütten" (Haubtamt für Höchbau H.Hoch Sd.) - Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   B Rep.012
Knesebeckstraße 21 / heute Silbersteinstraße (Schulhof), 4 Hütten ohne Isolierung,
"Bericht vom 14.12.1946 über bisher aufgestellte und bewohnte Nissenhütten." (Haubtamt für Höchbau H.Hoch Sd.) - Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   B Rep.012
...kaum Angaben und bildliche Darstellungen über die Planung und Aufstellung von Nissenhütten.































































































































































































































































































Spandau


Heerstraße / Seeburger Weg





"Das Straßenland nördlich von der Maulbeerallee Maulbeerweg liegt in Wilhelmstadt,
nur rund 60 Meter am westlichen Straßenrand (Südende)
mit den Grundstücken 34 und 36 liegen auf Staakener Gebiet.
Noch in den 1950er Jahren führte der Seeburger Weg
als Ortsverbindung in Fortsetzung der Seeburger Straße
in (fast) gerader Linie zur Gemeinde Seeburg.
Bauliche Veränderungen, insbesondere der Aufbau der Rudolf-Wissell-Siedlung,
unterbrachen den alten Verlauf, der ab 1961 an der Stadtgrenze zur DDR endete.
So wurden Teile aufgehoben und das Teilstück südlich der Heerstraße
am 1. Januar 1972 in Semmelländer Weg umbenannt."

Seite „Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Staaken“. In: Wikipedia,
Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. Juli 2016, 23:13 UTC.
URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Liste_der_Stra%C3%9Fen_
und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Staaken&oldid=156571320
(Abgerufen: 12. Oktober 2016, 15:57 UTC)



" Beziksamt Spandau
Abteilung für Bauwesen
Hoch I
                                                                                           Bericht !
                                                                                    -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Betr.: Aufstellung von 150 Nissenhuits auf dem Gelände an der Heerstra0e zwischen Sandstraße und dem Seeburger Weg.

Die Aufstellung der Baracken erfolgt auf 25 cm starken Fundamenten von Steinschlag und Klamotten;
über Terrain werden 3 Schichten in Lehmmörtel mit Zementzusatz gemauert und hierauf die Rippen der Wellblechummantelung montiert.
Als Wärmeschutz wäre die vollständige Überdeckung mit Steinschotter und Pappendeckung auf Betonschicht zu empfehlen,
muß jedoch wegen zu hoher Kosten in Fortfall kommen.
Hierfür ist zwischen den beiden Wellblechen die Anbringung einer 25 mm starken Zostamatte (Seegrasmatte) als Wärmeschutz vorgesehen.
Die beiden Stirnseiten werden in 25 cm Stärke mit Mauersteinen in Lemmörtel vermauert und mit Zementmörtel verfugt.
In Ermangelung von Holzfussboden wird eine mit Zementmörtel ausgefugte Ziegelflachschicht verwendet,
eine Isolierung desselben ist drindend erforderlich, jedoch wegen Mangel an entsprechendem Material z.Zt. nicht durchführbar.
Als Kochgelegenheit dient ein behälfsmässiger eis. 2Loch-Kochherd, zur Beheizung der Schlaf- und Wohnräume wird ein Ofen aufgemauert,
der gleichzeitig die Wohnküche, das Schlaf- und das Kinderzimmer vorwärmen soll. Ausserdem kann ein eiserner Ofen zusätzliche Austellung finden.
Für je 6 Wohnbaracken ist eine Wasch- bezw. Toilettenbaracke vorgesehen, in die 2 Brausen, eine Badewanne,
ein gemauerter Waschherd mit Kessel und 2 Klosetts eingebaut werden.
Diese gemeinschaftliche Klosettanlage kommt wegen der damit verbundenen zu hohen laufenden Imstandhaltungskosten später in Fortfall
und erhält dafür jede Baracke eine eigene Klosettanlage.
Für die Be- und Entwässerung kommt die vorhandene Grundleitung nach Reinigung, Ergänzung und Instandsetzung in Frage.
Die Kosten für die Aufstellung einer Baracke betragen ausschliesslich Lieferung und Anfuhr derselben ca. RM 5.500,--,
sodass für die Gesamtaufstellung von 150 Nissenhuits        RM 825.000,--        in Ansatz zu bringen sind.

Spandau, den 8. Oktober 1946."
                                                                                                                                                  Auszug: Landesarchiv Berlin   C Rep.109 Nr.186


"Die Aufstellung einer Nissenhütte
kostete achttausend Mark.
Im Oktober 1947 wurden einhundert Nissenhütten blockweise aufgestellt.
Sie besaßen elektrisches Licht, Wasseranschluß und Kanalisation.
Der Innenraum war durch eine
Doppeltür mit dazwischenliegendem Windfang nach außen abgeschlossen.
Er war unterteilt in eine Wohnküche,
ein Eltern- und ein Kinderschlafzimmer.
In der Mitte des Hauses stand ein gemauerter Ofen,
der sämtliche Räume heizte.
In der Küche befand sich
außerdem ein Dauerbrandofen.
Das charakterische Wellblechdach war doppelt
und zur Isolierung mit Glaswolle oder Hartfasern ausgefüllt.
Zu jedem Haus gehörte ein 250 bis 300 Quadratmeter großer Garten.
Vor jedem Haus war Platz für einen Kaffeetisch,
an der Hinterfront für Kaninchen- oder Hühnerstall.
Die Miete für Haus und Garten lag
zwischen 35 und 40 Mark im Monat.
Die Nissenhütten standen bis 1968."

"Spandau in Schutt und Asche"
von Jürgen Grothe





                                                        Reichsstrasse, 21 Wohnhütten
   "Betr.: Nissenhütten. Zum Schreiben vom 12.46 an das Zentralinstitut für Hygiene und Gesundheitsdienst."...
..."Bauzustand      - im Bau
    Baustoffe:
   a) Fußboden     - Gestampfer Sand auf Schlacke; darüber (geplant!) Ziegelsplittplatten
   b) Mantelfläche - 2 Wellblechmäntel, dazwischen feuchte-abweisende Isoliermatten aus Gras-u. Papierfasern. Geplant: Ziegelbrocken
   c) 1/2 Stei-Ziegelmauer beiderseits unverputzt"...
...kaum Angaben und bildliche Darstellungen über die Planung und Aufstellung von Nissenhütten.










































































































































































































































































































Tiergarten


Wullenweber Straße / Wullenweber Wiese


    "Amt für Hochbau                                                                       Berlin, den 24. September 1946
    Hoch Ref
                                                           
                                                            B e r i c h t
                                       über die Erstellung der Nissen - Huts

I. Erfahrungen über die Erstellung der ersten 45 Nissen-Huts auf der Wullenweber Wiese.
    

Es ist in erster Linie zu vermerken, daß die enstandenen Baukosten das ürsprünglich angenommene
Maß bei weitem überschritten haben. Die Erstellung einer Baracke war ürsprünglich mit
                                                            RM 3.000,--
angenommen, wird aber unter Berücksichtigung der Forderungen der Britischen Militärregierung
für die Nebenanlagen den Preis von
                                                            RM 6.000,--
erreichen. Bei weiteren Erstellungen von Nissen-Huts müßte dieser Durchschnittspreis von RM 6.000,--
bei der Mittelbewilligung unbedingt zugrunde gelegt werden. Es ist auch nicht anzunehmen,
daß bei der Erstellung von Baracken in größerer Anzahl eine wesentliche Preisminderung eintritt.
Die Bewohnbarkeit der Baracken leidet in der Qualität durch das Fehlen geeigneter Materialen,
um eine normale Wärmehaltung zu gewährleisten. Es muß darauf hingewiesen werden,
daß vorallem der Fußboden, der bisher als Ziegelflachschicht auf Schotter ausgeführt wurde,
die Räume fußkalt macht. Ein Belag aus Fußbodenbrettern bzw. Steinholz ist aus Materialmangel
unmöglich auszuführen. Des weiteren sind bei dem Projekt Wullenweber Wiese bisher auch keine
Innentüren angebracht worden, da der herrschende Materialmangel die Britische Militärregierung
dazu veranlaßte darauf zu bestehen, auf Innentüren zu verzichten. Vor allem aber ist die doppelwandige
Wellblechaußenhaut ohne Wärmeisolierung gänzlich unzulänglich. Bei der heutigen möglichen Zuteilung
von Brennmaterialien für die Bevölkerung ist anzunehmen, daß die Bewohner der Baracken
nur vorrübergehend im Zusammenhang mit dem Kochen einen Raum leidlich erwärmen können.
Es müßte also Vorsorge getroffen weden, entweder die Innenwellblechschicht durch
Schlacke oder ähnlich isolierendes Material in den Luftraum der Wellblechaußenhaut einzuführen.
Diese Maßnahmen würden jedoch wiederum eine wesentliche Vertreuerung der Baukosten nach sich ziehen.
Die Bewährung und den Grad der Bewohnbarkeit kann man erst restlos ermitteln,
wenn die Periode des Winters vorüber ist. Das bereits vor dem Abschliß stehende 1. Bauprogramm
Wullenweber Wiese enthält 45 Baracken mit zusammen 70 Wohnungen, die in 40 Baracken unterbracht sind.
Vorhanden sind 30 Baracken mit je 2 Wohnungen und 10 Baracken mit je einer Wohnung.
Die 5 restlichen Baracken sind als Wasch- und Abortbaracken ausgebildet.
Ein Lageblan dieser Anlage ist beigefügt. Die Anlage besteht aus 3 Abschnitten,
die einerseits den vorhandenen Sportplatz an beiden Schmalseiten einrahmen
und einer Gruppe auf dem angrenzenden Hansa-Ufer. Desgleichen sind die Grundrißzeichnungen
der 1 und 2 Familien Baracken und der Wasch- und Abortbaracken beigefügt."

                                                                                    Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   C Rep.109 Nr.186






Hansa-Ufer




Am Karlsbad, 20 Stück,
"Bericht über die Erstellung der Nissen-Huts."..."II.Planung neuer Nissen.Huts-Anlagen." vom 24.September 1946 (Abteilung für Hochbau Hoch Ref) - Auszug: Landesarchiv Berlin   C Rep.109 Nr.186, Bl.32
Gebauer Wiese, 147 Stück,
"Bericht über die Erstellung der Nissen-Huts."..."II.Planung neuer Nissen.Huts-Anlagen." vom 24.September 1946 (Abteilung für Hochbau Hoch Ref) - Auszug: Landesarchiv Berlin   C Rep.109 Nr.186, Bl.32
Kaiserin-Augusta-Allee 99-100, 33 Stück,
"Bericht über die Erstellung der Nissen-Huts."..."II.Planung neuer Nissen.Huts-Anlagen." vom 24.September 1946 (Abteilung für Hochbau Hoch Ref) - Auszug: Landesarchiv Berlin   C Rep.109 Nr.186, Bl.32
...kaum Angaben und bildliche Darstellungen über die Planung und Aufstellung von Nissenhütten.






































































































































































































































































































Wilmersdorf


Halenseestraße Straße


"Hauptamt für Hochbau
H.Hoch./Leiter
                                                                               N i e d e r s c h r i f t

                  über eine Besprechung mit den Leitern der 4 englisch besetzten Bezirke am 24. September 1946
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Betr.: N is s e n - Hütten

Wimersdorf:
Im Bezirk sind bereits 44 dieser Baracken bewohnt, weitere 50 müssen noch aufgestellt werden.
Waschküche und Abortanlagen getrennt. Rohrleitungen vorhanden, teilweise ist Ergänzung erforderlich.

Miete ist mit 20,-- RM veranschlagt. Gesamtkosten für 50 Hütten insgesamt: 240.000RM.

Ausführung: Innenausbau doppelt Wellblech. Nicht isoliert. Fundament zum Teil vorhanden.
Die ganze Baracke ist geplant für e i n e Familie. Unterteilung der Zimmer mit einer 1/2stein-starken Wand.
Entwässerung vorhanden, für die neu aufzustellenden Baracken jedoch nicht.
Installationsmaterial war bisher in ausreichendem Umfange vorhanden.

Berlin, den 24. September 1946."

Ausschnitt: Landesarchiv Berlin
C Rep.109 Nr.186






Hohenzollerndamm









Lochowdamm
...kaum Angaben und bildliche Darstellungen über die Planung und Aufstellung von Nissenhütten.


                                  Cunostraße 10-40, 50 Wohnhütten und 3 OT-Baracken-Keller
   "Betr.: Nissenhütten. Zum Schreiben vom 12.46 an das Zentralinstitut für Hygiene und Gesundheitsdienst."...
..."Bauzustand      - ferig
    Baustoffe:
   a) Fussboden   - Gebrannte Ziegel mit Schlackenunterfüllung
   b) Mantelfläche - 2 Wellblechmäntel, dazwischen Matten aus Glaswolle oder Papier-u. Grasfasern
   c) Giebelwände - Holzbohlen"...
   Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   B Rep.012 Nr.60

..."4.) Wilmersdorf, Cunostr.10/40, 30 Hütten ohne Isolierung (die zugehörigen sanitären Anlagen sind in den Kellerräumen des ehemal. O.T.-Lagers untergebracht"...
  "Bericht vom 14.12.1946 über bisher aufgestellte und bewohnte Nissenhütten" (Haubtamt für Höchbau H.Hoch Sd.)
   Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   B Rep.012 Nr.60
...kaum Angaben und bildliche Darstellungen über die Planung und Aufstellung von Nissenhütten.


                                Reichenhaller Straße / Cunowstraße (Schulhof), 17 Wohnhütten
..."4.) Wilmersdorf, Cunostr. Ecke Reichenhallerstr., im Hof der Reichenhaller Schule, 14 Hütten und 3 sanitäre Baracken, ohne Isolierung..."
  "Bericht vom 14.12.1946 über bisher aufgestellte und bewohnte Nissenhütten" (Haubtamt für Höchbau H.Hoch Sd.)
   Ausschnitt: Landesarchiv Berlin   B Rep.012 Nr.60
...kaum Angaben und bildliche Darstellungen über die Planung und Aufstellung von Nissenhütten.















































































































































































































































































































































































































































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